Nationalratswahl | Unterstützungserklärungen | Briefwahl | 2012 | 2008 | 2006 | Umfragen | Ergebnisse |
Parteien: BZÖ | Christen | EU-Austrittspartei | FPÖ | Grüne | KPÖ | Nichtwähler | ÖVP | SPÖ | Sonstige |



Nationalratswahlen in Österreich:


Was passiert, wenn HC Strache (FPÖ) Nummer 1 bei der nächsten Nationalratswahl wird?
Der Kurier fragte Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ), ob er schon bald Strache als Kanzler angeloben muss?
Antwort Bundespräsident Heinz Fischer: "Von MUSS kann keine Rede sein".  (kurier.at 23. April 2011)
     Stellt sich die Frage was passieren würde, wenn Strache mehr als 50% der Stimmen - also eine absolute Mehrheit - bekommt. Rein theoretisch könnte Bundespräsident Fischer auch dann eine Angelobung von Strache als Bundeskanzler verweigern. Dann würde aber die Demokratie in Österreich ordentlich ins Wanken geraten, denn die FPÖ könnte jedes Gesetz im Parlament blockieren und eine eventuelle Minderheitsregierung von SPÖ & ÖVP mit Misstrauensanträgen aus dem Amt kippen. Somit müßte Bundespräsident Fischer entweder gute Mine zur Strache-Angelobung machen (wie zB Thomas Klestil bei der Angelobung der FPÖ-ÖVP Koalition) oder als Bundespräsident zurücktreten und auf monatlich 22.848 Euro Gehalt verzichten.
 

Vorzeitige Neuwahl des Nationalrates?

Gründe, warum es wahrscheinlich heuer (2011) Neuwahlen in Österreich geben wird:
     * massive geschwächte ÖVP: Landtagswahlen in Wien -4,8%, Steiermark -1,3%, Burgenland -1,8%, Lobbyisten-, Korruptions- und Wahlbetrugsskandale; Fall Ernst Strasser; Vize-kanzler & Finanzminister & ÖVP-Obmann Josef Pröll nach 4 Wochen Krankenhaus zurückgetreten; ÖVP-Justizministerin drängte auf ein Entschärfen des Anti-Korruptionsgesetzes; ÖVP-interne Machtkämpfe der Landesorganisationen und Bünde; die ÖVP steht für eine Pro-EU Politik die derzeit bei der Bevölkerung ganz schlecht ankommt; steht wie die SPÖ mehr für Selbstbedienung am Staat Österreich, als für Volksvertretung.

     * Das Budget 2011 der Republik Österreich wurde mit einer Inkaufnahme eines Verfassungsbruches von SPÖ und ÖVP beschlossen

    * Verteidigungsminister Nobert Darabos (SPÖ) wird für die Regierung immer untragbarer. Darabos will nicht nur die Wehrpflicht abschaffen, sondern auch schon vorher alles darauf hinrichten. Beispielsweise setzte er Gernalstabschef Edmund Entacher eigenmächtig und willkürlich ab. Dann drohte er Offizieren, die lieber an der Bundesverfassung als an den Vorgaben des Verteidigungsminister festhalten und nun wurde auch bekannt, dass er bei den verschiedenen Modelle sein Modell mit 500 Millionen manipuliert (nämlich Schöngerechnet) hat. Nachdem Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) dem Treiben des Verteidigungsminister bislang nur tatenlos zugesehen haben, hat das die ganze Bundesregierung in ein Glaubwürdigkeitsproblem bei der Bevölkerung gebracht. Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) bekommt ebenfalls ein ernsthaftes Glaubwürdigkeitsproblem, weil er als Oberbefehlshaber des Bundesheeres zuschaut, wie der ehemalige Zivildiener Darabos die Wehrkraft des Bundesheeres massiv verkleinert.

    * ÖBB: Die Österreichische Bundesbahn ist wohl der größte Privilegienstadl in Österreich und übertrifft sogar den Privilegienstadl in der Nationalbank bei weitem. Bei der ÖBB gehen - zumeist männliche - Mitarbeiter durchschnittlich mit 52 Jahren in Pension. Das kostet dem Staat Österreich Milliarden, die bei den Studenten, jungen Familien, bei Bildung und Soziales, massiv abgehen. Die SPÖ will den SPÖ-Privilegienstadl zu Lasten der Steuerzahler aufrechterhalten, weil die Bundesbahner treue SPÖ-Wähler sind. Koalitionspartner ÖVP hingegen will den ÖBB-Sumpf immer deutlicher trocken legen.

Mehr Infos => Nationalratswahl 2012
 
 

Chronologie der vorgezogenen Neuwahlen:

In Österreich sind vorzeitige Neuwahlen nichts Ungewöhnliches:
1953: Das Wirtschaftsprogramm von Finanzminister Reinhard Kamitz war ausgerichtet auf Sparsamkeit und eine harte Schilling-Währung. Die SPÖ versagte ihre Zustimmung. So kam es zu vorzeitigen Neuwahlen am 22. Februar 1953, bei denen die ÖVP deutlich verlor und stimmenmäßig hinter die SPÖ zurückfiel.
1966: Nach gescheiterten Budgetverhandlungen im Ministerrat der Großen Koalition am 22. Oktober 1965. Daraufhin wurden vorgezogene Wahlen angesetzt. Die ÖVP gewann unter Josef Klaus die absolute Mehrheit.
1971 unter Bundeskanzler Bruno Kreisky, der sich mit der SPÖ erfoglreich von der Minderheitsregierung zur absoluten Mehrheit steigerte;
1986: Wegen der Wahl von Kurt Waldheim (ÖVP) zum österreichischen Bundespräsidenten mußte Bundeskanzler Fred Sinowatz (SPÖ) zurücktreten, nachdem dieser versuchte Waldheim im Präsidentschaftswahlkampf massiv "anzubräunen"; (Ex-Bundeskanzler Sinowatz wurde später sogar wegen falscher Zeugenaussage verurteilt.) Erfolglos: Waldheim gewann die Wahl gegen Kurt Steyrer souverän mit seiner "Jetzt erst recht"-Kampagne. Ergebnis der Präsidentschaftswahl: 54% !!! Sinowatz-Nachfolger Franz Vranitzky wollte die Koalition mit der FPÖ unter dem neuen FPÖ-Parteiobmann Jörg Haider nicht fortsetzen und bewirkte ungewollter Weise den kometenhaften Aufstieg von Jörg Haider und der FPÖ.)
1995: Regierungsbruch in der SPÖ-ÖVP Koalition wegen Uneinigkeit bei der Budgeterstellung. (Vizekanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) provozierte Neuwahlen. Ergebnis: ÖVP blieb gleich und die Neuwahl brachte der ÖVP genau nichts. Die SPÖ gewann 6 Mandate, die Grünen verloren 4 Mandate, FPÖ und LIF verloren je ein Mandat.)
2002: Vorgezogene Neuwahl auf Wunsch von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (Er wollte die internen Konflikte der FPÖ ausnützen und spannte der FPÖ kurz vor der Wahl den damals noch populären Finanzminister Karl Heinz Grasser aus. Erfolgreich! Die ÖVP gewann erdrutschartig und Harl Heinz Grasser wurde daraufhin Finanzminister der ÖVP. Er blieb es bis zum Jänner 2007),
2008 gab es vorgezogene Neuwahlen auf Drängen von Vizekanzler Wilhelm Molterer von der ÖVP. (Molterer "Es reicht" mir mit der SPÖ; Nach verlorener Wahl trat Molterer zurück und es rückte Josef Pröll nach.).

____________________________________________________________
 

Kontakt:
Anregungen & Beschwerden bitte an =>  redaktion@wien-konkret.at senden.

Postings werden auf dieser Website umgehend anonym veröffentlicht. Diese Website ist Teil des Online-Mediums Wien-konkret und die Zusendungen unterliegen daher dem Redaktionsgeheimnis.

____________________________________________________________

Diese Website wird von der Wien-konkret Medien GmbH, 3003 Gablitz bei Wien, Österreich, betrieben.
Die Firma Wien-konkret ist unabhängig. Das bedeutet:
* keine Parteiwerbung auf der Website,
* keine Werbung von staatsnahen Firmen,
* keine Aufträge von Bund, Länder, Städte oder der Magistrate,
* politische Interventionen sind völlig sinnlos,
* keine Presseförderung,
* privater Eigentümer.
 

Kommentare zur FPÖ & Nationalratswahl

=> Stellungnahmen eintragen

14.4.2011 Spindelegger neuer ÖVP-Chef: Experten schließen vorgezogene Neuwahlen nicht aus
   Gemischte Reaktionen löst die Bestellung Michael Spindeleggers zum neuen ÖVP-Obmann bei Politik-Insidern aus. Der ehemalige Chef der Wiener ÖVP Bernhard Görg begrüßte gestern in der ATV-Diskussionssendung "Am Punkt" die Entscheidung. Spindelegger sei ein Mann mit "großer Substanz". Allerdings nütze der beste Mann nichts, wenn nicht grundlegend die Strukturen in der Partei geändert würden: "Es müsste einen völligen Funktionärsaustausch geben, um eine Neugründung glaubhaft zu machen und das ist chancenlos." Vor allem die Landesparteien hätten zuviel Macht. Skeptisch äußerte sich auch die Journalistin Isabelle Daniel (Tageszeitung Österreich): "Michael Spindelegger steht sicherlich nicht für die Neugründung einer ÖVP, er ist eher ein stabilisierender Faktor."
   Politikberater Thomas Hofer sagte in "Am Punkt" über das Verhältnis zwischen dem neuen Vizekanzler und Bundeskanzler Faymann voraus: "Es wird eine Periode der zähnefletschenden Herzlichkeit werden, wo sich beide wahnsinnig gut verstehen und im Hintergrund beginnt natürlich ab morgen der Wahlkampf. Es ist klar: ein neuer Parteiobmann der ÖVP muss sich schon aufstellen für 2013 oder sogar für 2012." Vorgezogene Neuwahlen seien bereits im kommenden Jahr möglich. Meinungsforscher Peter Ulram sagte, "der Wahltermin hängt schlicht und einfach davon ab, wie die jeweiligen Kontrahenten ihre Chancen einschätzen. Und wenn man glaubt, man hat entsprechend gute Chancen die Nase vorne zu haben, dann wird man es tun."
   Ulram riet Spindelegger in "Am Punkt", sich schärfer vom Koalitionspartner abzugrenzen: "Wenn ein ÖVP-Obmann kuschelt, dann ist er schon tot für die nächste Wahlauseinandersetzung." Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer darin, dass ein "Weiter so" für die Schwarzen auf lange Sicht Platz Drei im Parteienspektrum bedeuten würde. Mit einem neuen Obmann habe die ÖVP jetzt ihre letzte Chance, das zu verhindern. Die Regierung insgesamt stehe mit dem Rücken zur Wand, sagte Görg: "Wenn der Bundeskanzler sagt, er garantiert dafür, dass unter dem neuen Parteiobmann der ÖVP diese Regierung mit der gleichen Tatkraft weiterarbeiten wird, erfüllt das den Tatbestand der gefährlichen Drohung. Sie kann nicht so weiter arbeiten, dann wird sie nämlich mit nassen Fetzen aus dem Amt gejagt."
Rückfragehinweis:   ATV Redaktion "Am Punkt": Tel.:01/213 64 115
OTS0188    2011-04-14/13:27
 
 

Independent Website: Austrian parliamentary elections 2012:


Impressum: www.nationalratswahl.at http://infokunst.at - Internetseitenweiterbildung