Nationalratswahl 2019:
Kandidatur mit UE-Sammlung: GILT . BZÖ . CPÖ . Wandel . KPÖ . BIER . SLP . GRÜNE .
Kandidatur mit 3 Abgeordnetenunterschriften: NEOS . JETZT . SPÖ . ÖVP . FPÖ .
Kandidaten . Medien . Umfragen . Briefwahl . Nichtwähler . Ergebnisse . Wahlanfechtung .


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Nationalratswahl 2020 in Österreich:

Am 7.1.2020 wurde die neue ÖVP-Grüne-Regierung angelobt.
ÖVP und Grüne bilden ein Kartell im Parlament, inklusive Wettbewerbsabsprachen. Dies wäre in der Wirtschaft streng verboten, aber im Parlament gelten eben eigene Regeln.
Damit verbunden könnte die nächste Nationalratswahl schon bald stattfinden, nämlich im Oktober 2020.
Und das geht so:

Am 15. Mai 2020 trat Kultur-Staatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) nach nur 4 Monaten zurück.
Kultur ging ihr mehr oder weniger am Arsch vorbei und war nicht vorhanden.
Bei Ihrer Abschiedspressekonferenz am 15.5.2020 beantwortete sie (als Zeichen der gegängelten Medien?) keine Journalistenfragen.
     Die Coronavirus-Krise zeigten das Fehlen einer Kulturpolitik auf, insbesondere der Kabarettist Lukas Resetarits in seinem Video (9.5.2020) und Lukas Resetarits in der ZIB2 am 11.5.2020 ("Um jeden Preis zu regieren und des daun net kenna und sich erdrücken lassen, das finde ich halt nicht so lustig. ... Die Verärgerung über die ÖVP, die glaube ich nicht kundtun zu müssen. Das glaube ich ist ziemlich weit bekannt. Die Verärgerung über die Grünen in der kompletten Szene, bei meinen Kolleginnen und Kollegen, rührt daher, dass sich dort die meisten Sympathisanten der Grünen befinden und daher die Enttäuschung am Größten ist, wenn man uns so neglegiert. Die Leut worn scho wichtig als Wählerin, Wähler und als Unterstützer und dann sans holt gonz einfoch weg. Und der Zorn ist so groß, weil die Nähe zu den Grünen weit, weit, weit größer ist, als zu den türkisen oder wie immer die Farbe jetzt is."
Ob er den Rücktritt der Kulturstaatssekretärin fordert? Resetarits: "I sog Ihnan jetzt was - es is scho wuarscht, sogat i jetzt foßt. ..."

Am 29. Mai 2020 wollte Koste-es-was-es-wolle-Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) nicht zurücktreten.
Vorgeschichte:
* Gernot Blümel hat Phliosophie studiert und nicht etwa Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft oder Mathematik.
* Zuerst wollte Finanzminister Gernot Blümel sein Budget wegen der Coronakrise nicht überarbeiten, sondern nur die Überschreitungsermächtigung.
* Dann der Vorwurf der SPÖ (Opposition), das Blümel-Budget wäre verfassungswidrig. Es beruhe auf veralterten Zahlen. Im Budget 2020 sei laut FPÖ ein Defizit von nur 600 Millionen Euro vorgesehen, das Finanzministerium habe aber bereits im April ein zu erwartendes Budegtdefizit von 30,5 Milliarden Euro an die EU gemeldet. Das Corona-Hilfspaket sei im Budget nicht abgebildet. Damit sei weder die Budgetwahrheit noch die Budgetklarheit gegeben. Die Kartellparteien ÖVP und Grüne verteidigen den Finanzminister.
* Die FPÖ bringt einen Mißtrauensantrag gegen den Finanzminister Blümel ein. "Diese Budget ist fahrlässig."
* Aber was in 2 Monaten nicht möglich war, war unter dieser Androhung in 2 Tagen dann doch möglich. Es gab ein neues Budget.
* schwerer Fehler von Blümel.
Er vergaß den Hinweis im Budget, dass alle Zahlen mit "Millionen" zu mutliplizieren seien. Dadurch hätten die Gesamtausgaben Österreichs 2020 statt 102 Milliarden Euro nur 102.000 Euro betragen. Jan Krainer - von der auf Schulden machen spezialisierten SPÖ - deckte diesen schweren Fehler auf.
Weiters wurden bei diesem neuen Budget nur die Ausgaben aktualisiert, aber nicht die Einnahmen !!! Der Einnahmenrückgang soll 11,5 Milliarden Euro betragen und wäre somit von wesentlicher Größe.
Die EU-Maastricht-Kriterien werden mit dem Budget 2020 auch deutlich verfehlt, wie jedes Jahr.
* Die Kartellparteien von ÖVP und Grünen stimmten für das neue Budget und gegen die Ablösung von Gernot Blümel als Finanzminister. Dies obwohl es zahlreiche Österreicher geben würde, die ein richtiges Budget erstellen können. Aber es geht leider nicht um den bestgeeigneten Kandidaten für einen Job, sondern um´s richtige Parteibuch. Deshalb gibt es auch keine Ausschreibung der Ministerjobs und keine Hearings. An diesem Machtmißbrauch wird Österreich noch sehr leiden und vielleicht sogar zugrunde gehen.

Damit ist die ÖVP-Grüne-Bundesregierung bereits  4 Monate nach der Angeblobung schwer angeschlagen.

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* Der im Mai 2019 mittels Mißtrauensantrag aus dem Amt gejagter Exbundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wollte wieder an die Macht. Da er nur 37,5% Wählervertrauen erhielt, brauchte er einen billigen Kartellpartner. Und der war schnell gefunden, nämlich die gerade erst in den Nationalrat wieder-eingezogenen Grünen. Die Grünen standen vor kurzem noch vor der Pleite und brauchen dringen Geld und Ansehen. Dafür gehen die Grünen sogar einen Pakt mit dem - von SPÖ-FPÖ-Liste Pilz - parlamentarisch abgesetzten Sebastian Kurz ein.

* Die Krise aufgrund des Coronaviruses beschert Kurz & Nehmammer (ÖVP) und Kogler & Anschober (Grüne) eine enorm hohe Präsenz in den vom Staat finanzierten Massenmedien. Das schlägt sich auch in den Meinungsumfragen nieder. Die ÖVP liegt im April zwischen 41%-43%, die Grünen mit 19% sogar auf Platz 2 vor der SPÖ mit 18%-19%. D.h. die ÖVP-Grüne-Koalition kann ihre wackelige Mehrheit von der letzten Nationalratswahl mit 51% auf 61% steigern. Das bedeutet dann in weiter Folge auch deutlich mehr Parteienfinanzierung für diese beiden Parteien.

* Bei den Grünen kandidierte Mag. Werner Kogler (58 Jahre) als Spitzenkandidat bei der EU-Wahl im Mai 2019. Er erhielt das Wählervertrauen und enttäuschte es sogleich wieder. Er nahm sein EU-Mandat mit den 70.585 Vorzugsstimmen nämlich nicht an. Das ist Wählerverarschung pur. Das Gleiche spielt sich jetzt auf nationaler Ebene ab. Bei der Nationalratswahl am 29.9.2019 kandidierte Werner Kogler als Spitzenkandidat der Grünen, erhielt das Wählervertrauen mit den meisten grünen Vorzugsstimmen (25.789) und wird sein Mandat noch im Jänner 2020 zurücklegen. Er will nämlich vom Parlament in die Regierung wechseln und Vizekanzler unter Sebastian Kurz (ÖVP) werden. Das ist nicht nur Wählerverarschung, sondern auch ein Bruch der Gewaltentrennung. Als gewählter Parlamentarier sollte er eigentlich die Regierung kontrollieren, in der er in Kürze selber drinnen sitzen wird.
Mag. Ulrike Lunacek (62 Jahre) feiert bei den Grünen als Staatssekretärin für Kunst und Kultur ein Comeback. Sie hebt nicht nur die Frauenquote, sondern auch die Homosexuellenquote in der Regierung an. Sie lebt in einer lesbischen Fernbeziehung mit Rebeca Sevilla.
Die grünen "Umfaller" werden in Zukunft "Kompromiss" bezeichnet.
Dr. Alma Zadic (35 Jahre, geboren in Tuzla, Bosnien-Herzegowina) will als neue Justizministerin die Sicherhungshaft garantiert NICHT mittragen. Das sagte sie zumindest noch als JETZT-Abgeordnete. Frau Dr. Alma Zadic ist am Wiener Straflandesgericht in 1. Instanz wegen übler Nachrede zu einer Geldstrafe verurteilt worden (noch nicht rechtskräftig). Sie teilte auf Twitter das Foto eines Burschenschafters, der den Hitlergruß gezeigt haben soll, tatsächlich soll er aber nur gewunken haben. Damit seien "pauschal bestimmte verächtliche Eigenschaften zugeschrieben" worden, nämlich "Neonazis, Faschisten und Rassisten".
Angeblich wird Leonore Gewessler (#Grüne, #Global2000) neue Infrastrukturministerin werden und dabei die 3. Piste am Flughafen in Wien-Schwechat, neue Autobahnen und SENKUNG der Flugticketabgabe auf der Langstrecke (S.135) umsetzen.
Die Grünen sagen nun in der Regierung mit der ÖVP offiziell JA zum Kopftuchverbot in Schulen, JA zu EURATOM, JA zur NATO-Partnerschaft und PESCO-Militärunion Österreichs. Dafür sagen die Grünen nun NEIN zur Vermögenssteuer.

* Die ÖVP bietet dafür die höchste Homosexuellen- und Frauenquote in einer österreichischen Bundesregierung. Dass Sebastian Kurz (33 Jahre) und Mag. Gernot Blümel (38 Jahre) homosexuell bzw. bisexuell sind, wurde bis dato nicht dementiert. Mag. Gernot Blümel studierte Philosophie wird nun Finanzminister. Der bestgeeignete Kandidat für diesen Job ist er sicherlich nicht. Nach außen hin gibt sich Blümel mit Playboy-Girl Clivia Treidl. Bei Sebastian Kurz stellt seine Schulkameradin Susanne Thier seine offizielle Freundin dar. Kurz und Thier zeigen sich in der Öffentlichkeit sehr selten, nämlich ab und zu auf einem Ball oder bei seiner Angelobung. Dafür verbringen Kurz & Blümel viel Zeit miteinander.
Mag. Klaudia Tanner (49 Jahre) soll angeblich Verteidigungsministerin werden. Ihre Qualifikation? Sie zunächst einmal "Frau" und mit Kurz-Berater Stefan Steiner verschwägert. Sie hat den Bauernbundball organisiert und seit März 2018 ist sie Landtagsabgeordnete in Niederösterreich. Vom Bundesheer hat sie keine Ahnung. Macht nichts. In Deutschland hat ja immerhin auch ein Frau (Ursula von der Leyen) das Militär mehr oder weniger in den Abgrund geführt und wurde später EU-Kommissionspräsidentin.
Finanzminister Mag. Gernot Blümel: Philosoph; bisher sind keine finanzwirtschaftlichen Tätigkeiten bekannt. Er wird z.B. das Nulldefizit Österreichs erklären, das es die letzten 50 Jahre nicht gegeben hat und vermutlich auch in Zukunft nicht geben wird. Weiters verwundert es, dass sich im ÖVP-Grünen-Regierungsabkommen keine Aussage zur Finanzierung der EU findet, obwohl doch die ÖVP und Grüne gerade so sehr pro EU sind.
Innenminister Karl Nehammer: Kein Jurist, kein Polizist, keine Ahnung vom Innenministerium.
Mag. Karoline Edtstadler (38 Jahre) wurde mit den meisten Vorzugsstimmen für 5 Jahre zur EU-Abgeordneten (!) gewählt und nach interner ÖVP-Regel so zur ÖVP-Delegationsleiterin in der EU. Jetzt wechselt sie bereits nach einem halben Jahr in die österreichische Bundesregierung (= Staatsverwaltung) als Europaministerin. Das ist Wählerverarschung vom Feinsten.
Da wäre dann noch Elisabeth Köstinger (41 Jahre, kein Studium). Dass sie als Umweltministerin für den Bau der 3. Piste am Flughafen Wien-Schwechat war - jedenfalls nicht dagegen war - , das war doch nicht so gut. Sie wird nun neue Landwirtschaftsministerin. Dafür bekommt die Landwirtschaftsministerin Köstinger die Sektion Telekommunikation und den Ausbau der Mobilfunknetze 5G (S. 317-318) dazu. Weiters bekommt sie die Zuständigkeit für die (männlichen) Zivildiener dazu. Welche Qualifikation sie dafür hat ist egal. Das richtige Parteibuch und das Vertrauen des Bundeskanzlers - ihre Parteifreundes - genügt.
Wirtschaftsminister Dr. Magarete Schramböck: Mit einem 5 Jahresvertrag wurde sie bereits nach nicht einmal 1,5 Jahren bei A1-Telekom rausgeschmissen. Egal. Jetzt ist sie Wirtschaftsministerin inklusive dem Bereich Digitalisierung, die nicht für 5G-Mobilfunk zuständig sein wird. Apropos Digitalisierung: Dass 328 Seiten lange Regierungsprogramm kommt auf 164 pdf-Seiten aus und hat dennoch 47 Megabyte (MB)!!! Darf es ein bisserl mehr sein, wird sich der eine oder andere Journalist vielleicht fragen. Da merkt man, was man sich von der zukünftigen Bundesregierung unter "Digitalisierung" vorstellen kann.
Dr. Susanne Raab (35 Jahre) wird Ministerin eines neu geschaffenen Integrationsministeriums. Interessant ist, dass die Frauenangelegenheiten ins Integrationsministerium übersiedeln. Man will seitens der ÖVP offensichtlich ein Zeichen dafür setzen, dass die Frauen in Österreich integriert gehören (so als ob das bisher nicht der Fall gewesen wäre).
Mag. (FH) Christine Aschbacher (36 Jahre) wird Arbeits- und Familienministerin.

Mal schauen, wie lange diese skurrile ÖVP-Grüne-Kartellregierung halten wird und ob dem eventuell eine noch skurrilere SPÖ-FPÖ-NEOS-Kartellregierung nachfolgen wird. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) vermutet bei den Grünen eine „Regierungsbeteiligung um jeden Preis“. Anders wäre die ÖVP-Dominanz im Koalitionsprogramm nicht zu erklären. Die potenzielle Bundespräsidentschaftskandidation und Feministin Doris Bures (SPÖ) gratuliert der ÖVP-Grünen-Koalition zur Angelobung.
In Österreich ist politisch jedenfalls nichts mehr unmöglich, wie man gerade sieht.

Die Alternative:
Vielleicht besinnt man sich ja auch einmal auf die Bundesverfassung. Dort ist geregelt, dass es eine Gewaltentrennung zwischen Gesetzgebung im Parlament <=> Bundesregierung <=> Gerichtsbarkeit geben muss. Klarweise wird die Gesetzgebung die Bundesregierung nicht gut kontrollieren wollen, wenn diese von den gleichen Parteien sind. Da herrscht nämlich ein Interessenskonfilkt. Da wäre es besser, man würde die vom Bundespräsidenten eingesetzte derzeitige Expertenregierung weiterarbeiten lassen, z.B. den Verteidigungsminister Generalmajor Thomas Starlinger statt Frau Mag. Klaudia Tanner (ÖVP, Bauernbund).
 

Ausgangslage:

Die ÖVP & Grüne & NEOS sind im Aufwind.
* ÖVP-Chef Sebastian Kurz wurde am 27. Mai 2019 mittels Mißtrauensantrags des Parlament (!) als Bundeskanzler aus der Regierung gejagt. Der nun 33-jährige sieht bei sich keine Fehler und versucht ein Come-back als Bundeskanzler. 37,5% sind zwar keine absolute Mehrheit, aber immerhin +6%. Was machen? Einen billigen Koalitionspartner suchen, mit dem er und die ÖVP ein Machtkartell bilden kann.
* Hierfür bieten sich die Grünen an, die eben erst wieder in den Nationalrat eingezogen sind. Leicht dürfte es allerdings nicht werden.
Ein Knackpunkt dürfte Asyl & Abschiebungen sein. Laut Anschober sind Grüne und ÖVP derzeit teilweise "sehr beachtlich weit auseinander". Einig ist man sich hingegen beim Thema EU-Europa. Der Bau der 3. Piste für den Flughafen Wien-Schwechat dürfte für die Grünen nicht so wichtig sein, obwohl ein Umweltthema ist.
* Die NEOS legte bei der letzten Nationalratswahl im Mai 2019 um 2,8% zu und liegen jetzt bei 8,1%. Die NEOS wachsen daher langsam, aber kontinuierlich. Sie könnte daher einem ÖVP-Neuwahlantrag durchaus zustimmen.

* ÖVP und Grüne wollen nun die bisherige Expertenregierung ersetzen:
Die bestehende Expertenregierung - die bereits seit einem halben Jahr eher bescheiden herumwerkt, ist mangels Willen der Bundeskanzlerin Dr. Brigitte Bierlein keine längerfristige Lösung. Frau Bierlein will nämlich endlich ihre Pension genießen. Überanstrengt hat sie sich auch in den letzten 7 Monaten nicht. Am 12. Nov. 2019 hat sie beispielsweise die Ausstellungen zur "Saison Viennoise" in Paris eröffnet. Die meisten Österreicher kennen jedenfalls nach einem halben Jahr nicht einmal namentlich den Finanzminister oder Sozialminister! Daß die skandalgebeutelte FPÖ derzeit in der Bundesregierung sitzt, ist den meisten Leuten ebenfalls unbekannt.

* Erste ÖVP-ler denken bereits an eine Vorverlegung der Nationalratswahl auf März / April 2020.
Die ÖVP hat schon zahlreiche vorzeitige Neuwahlen vom Zaun gebrochen und es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass sie es diesmal wieder tun wird.

SPÖ & FPÖ haben derzeit mit schweren internen Problemen zu kämpfen.
* Die SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner kämpft gerade ums politische Überleben. Die Kündigung von 1/4 der Belegschaft in der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle, extrem hohe Beraterverträge und 16 Monate lang nicht bezahlte Mandatsabgabe ("Parteisteuer") von Pamela Rendi-Wagner bringen diese in Bedrängnis. Laut dem niederösterreichischen SPÖ-Chef Franz Schnabl sei die SPÖ "... nicht nur nicht regierungsfähig, sondern derzeit auch nicht oppositionsfähig. ...". Eine Nachfolgerin ist nicht in Sicht.
   Am 20.12.2019 veröffentlichte der ORF eine heimlich aufgezeichnete interne SPÖ-Betriebsversammlung. Darin kündigte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch zum Thema Neuwahl an: "Dann wird das, das sage ich auch ganz offen, der erste Wahlkampf sein ohne Plakate, ohne Inserate." (Anm.: jedenfalls von Seiten der SPÖ).

* Die FPÖ kämpft mit dem Parteiausschluß von HC Strache.
Der bot wie zum Trotz seine Rückkehr in die FPÖ an. Das wird aber nicht leicht sein, den gerade jetzt tauchen Rechnungen von Strache auf, mit denen er die Reparatur seines Whirlpools über die Partei abgerechnet haben soll. Seine übermäßigen Spesenabrechnungen sorgen weiter für Zoff. Im IBIZA-Skandal wird weiterhiin von der Staatsanwaltschaft ermittelt. Jetzt - Ende November 2019 - ist dem NÖ-FPÖ-Chef Gottfried Wahlhäusl die Geduld geplatzt und er droht der Wiener FPÖ - wegen "ohnmachtsähnliche Unentschlossenheit" - mit dem Parteiausschluß aus der FPÖ.
Ein weiterer Skandal von HC Strache: Er ließ angeblich Ex-Klubchef Johann Gudenus und Wiens FPÖ-Chef Nepp bespitzeln und sandte die Detektiv-Rechung der FPÖ zwecks Bezahlung. Die FPÖ-PArteiseele kocht ...
Peter Sidlo und die Casino-Affäre ist ein weiterer FPÖ-Reibepunkt.


Nationalratswahl.at in den Suchmaschinen:

* https://startpage.com/ : Baut auf der Google-Suchmaschine auf und ist von allen Trackern und Logs befreit.

* https://swisscows.com/?culture=de&region=de-AT : Eine schweizer Suchmaschine mit Regionalsuche für Österreich, semantischer Karte, Schutz der Privatsphäre (100% anonym) und familienfreundlichen Internetinhalten.

* Bei https://duckduckgo.com/  ist nationalratswahl.at auf Seite 1, fast immer ganz oben gereiht.
   Sammelt keine persönlichen Informationen und zeigt allen Nutzern die gleichen Suchergebnisse an.

* Bei https://www.ecosia.org/ ist nationalratswahl.at auf Seite 1, fast immer ganz oben gereiht.
   Ecosia hat seinen Sitz in Berlin, schützt die Privatsphäre der Suchenden und pflanzt Bäume.
   Ecosia.org baut auf www.bing.com auf, ohne IP-Adressen-Verfolgung und mit weniger Werbung.

* Und was ist mit der Google-Suchmaschine?
   Leider nicht einmal auf den ersten 5 Seiten gereiht (Stand 29.2.2020).
 



Nationalratswahl 2019:

Inhaltsverzeichnis:

1. Ergebnisse der Nationalratswahl 2019
2. Eckpunkte der Nationalratswahl 2019
3. Was ist Demokratie?
4. Medien und Wahlen
5. Wahlwerbende Parteien und Stimmzettel
6. Mandate je Bundesland im Nationalrat
7. Unterstützungserklärungen
8. zuständige Behörde
9. Warum gibt es schon wieder vorzeitige Neuwahlen in Österreich?
10. Vorgeschichte der vorzeitigen Neuwahl 2019
      Leserbriefe
.



1. Ergebnisse der Nationalratswahl 2019 in Österreich:

Das Wahlergebnis:

ÖVP 37,5%, SPÖ 21,2%, FPÖ 16,2%, Grüne 13,9%, NEOS 8,1%,
Pilz 1,9%, Sonstige 1,3%.
Wahlbeteiligung: 75,5%.

Das amtliche Endergebnis wird am 16. Oktober 2019 von der Bundeswahlbehörde beschlossen werden.
Schwierige Koalitionsverhandlungen stehen bevor. Wenn alles gut geht, dann könnte sich eine "Christkindl-Koalition" ausgehen. Gemeint ist damit die Bildung eines Parteien-Kartells bis Weihnachten.

=> Ergebnisse der Nationalratswahl 2019



2. Eckpunkte der Nationalratswahl 2019:

Der Wahltag der letzten Nationalratswahl in Österreich war am Sonntag den 29. September 2019.
Der Stichtag war der 9. Juli 2019.
Gewählt wurde dabei die Gesetzgebung und indirekt auch die Bundesregierung, VfGH-Richter und andere Richter, leitende Funktionen in ASFINAG, ÖBB, VERBUND, OeNB, ORF, Bundesheer, AMS, usw..

* Österreich ist in 9 Landeswahlkreise und diese wiederum in insgesamt 39 Regionalwahlkreise zerstückelt. Jeder Regionalwahlkreis hat eigene Stimmzettel mit eigenen Parteien und Kandidaten. Es gibt somit 39 verschiedene Stimmzettel in Österreich !
* Gewählt wird in 2.096 Gemeinden in Österreich, in rund 10.300 Wahlsprengeln.
* In Summe sind 6.396.796 Österreicher wahlberechtigt, 3.095.668 Männer und 3.301.128 Frauen.
* Es wurden in Summe 1.070.933 Wahlkarten ausgestellt (obwohl dies klar gegen das geheime Wahlrecht ist). 1.009.749 an im Inland lebende Wahlberechtigte und 61.184 an im Ausland lebende Wahlberechtigte ausgegeben.
* Es werden 7,7 Millionen Stimmzettel gedruckt.
* Rund 80.000 Wahlbeisitzer werden - als Vertreter der wahlwerbenden Parteien (meist ÖVP und SPÖ) - im Einsatz sein. Diese haben dann in der konstituierenden Sitzung der jeweiligen Wahlbehörde "ihre strenge Unparteilichkeit und gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten" gem. §13 (2) und §16 (2) NRWO zu geloben. Neutrale Wahlbeisitzer (ohne Parteinominierung) sind auf Sprengel-, Bezirks-, Gemeinde- und Landesebene nicht erlaubt. (Daran merkt man bereits erste Ähnlichkeiten mit einer "Bananenrepublik").

* Wenn Sie für ein faires Wahlrecht sind - wo jede Stimme gleich viel wert sein sollte (= Abschaffung der 4%-Hürde) - , dann sollten Sie schon jetzt das "Faire-Wahlrecht-Volksbegehen" unterschreiben.
* Jeder Wahlberechtige hat 8 Parteien in ganz Österreich und 5 weitere Parteien in einzelnen Bundesländern zur Auswahl.
* Vorzugsstimmen: Sie können 1.476 Kandidaten Ihre Bundesvorzugsstimme geben. Weiters können Sie eine Landesvorzugsstimme und eine Bezirksvorzugsstimme am Stimmzettel abgeben. Vorzugsstimmen an Personen einer anderen Partei sind ungültig. Bei der Nationalratswahl gilt immer "Parteistimme" vor "Vorzugsstimme". D.h. es ist diejenige Partei gewählt, die man angekreuzt hat, ganz gleich an wem man die Vorzugsstimmen vergibt. Die Bezeichnung "Vorzugsstimme" ist unglücklich gewählt, soll aber das Vorreihen von Kandidaten innerhalb der gewählten Partei ermöglichen.

* Hotline des Innenministeriums für die Nationalratswahl 2019:
Die Auskunft des Innenministeriums ist von Montag bis Freitag jeweils von 7.30 bis 17.00 Uhr erreichbar.
Vom Inland aus ist die Hotline kostenlos über die Telefonnummer 0800 202220 zu erreichen.
Vom Ausland aus kann unter der Nummer 0043 1 53126 2700 angerufen werden.
Beantwortet werden allgemeine Fragen zur Wahl, z.B. bezüglich Wahlkarten und Vorzugsstimmen, nicht jedoch zu den (oftmals nicht vorhandenen) Parteiprogrammen und Rechnungsabschlüssen.
* Die Abwicklung der Wahl kostet laut Österreichischem Gemeindebund ca. 15 Millionen Euro (= ca. 200 Millionen Schilling).
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3. Was ist Demokratie?

"Demokratie" heißt Volksherrschaft, d.h. das Volk bestimmt seine Gesetze selbst.
Die sogenannte "repräsentative Demokratie" ist hingegen nur die Illusion von Demokratie ("Scheindemokratie"), denn das Volk verliert damit jegliche Macht der Mitbestimmung. Das Volk kann sich nur mehr aussuchen, ob sie eine Kartellpartei oder eine Anti-Kartellpartei wählen wollen.
   Zu den Kartellparteien gehören jene Parteien, die nach der Wahl ein politisches Kartell ("Koalition" mit marktbeherrschender Stellung) zur Beherrschung des österreichischen Volkes bilden wollen. Die Anti-Kartellparteien wollen die Gewaltenttrennung von Parlament (= Gesetzgebung), Regierung (= Verwaltung des Staates), Rechtssprechung und Medien, so wie das in der Österreichischen Bundesverfassung (z.B. Artikel 90 a oder 94) eigentlich vorgesehen ist.

Österreich ist weit entfernt von einer Demokratie.
   Warum?
* Weil der einzelne Staatsbürger derzeit kaum einen Einfluß auf das Staatsgeschehen hat.
* Wahlen machen eben noch keine Demokratie aus. (Wahlen gab es auch in der ehemaligen DDR.)
* Wahlen in Österreich sind nicht repräsentativ,
da die Abgeordneten nicht das Volk, sondern ihre Parteien - und manchmal sogar ihre Interessensverbände als Lobbyisten - im Parlament repräsentieren.
* Wahlen in Österreich sind auch nicht für jedermann gleich.
Das beginnt schon bei der Bevorzugung der Parlamentsparteien beim Einreichen ihrer Kandidatur bei der gegenständlichen Nationalratswahl und geht bei der Mandatsvergabe bis zum unberücksichtigt lassen der ausgezählten Stimmen von Parteien, die weniger als 4% Wähleranteil haben.
* Die welthöchste Parteienfinanzierung in Österreich
teilen die (fünf) Parlamentsparteien unter sich auf, aber nicht unter den 1125 Partei in Österreich.
Politik ist in Österreich zum Selbstbedienungsladen der Parlamentsparteien geworden.
Das zeigt auch das Ibiza-Video vom angeblichen "Saubermann" in erschreckender Klarheit auf und hat nun sogar die Staatsanwaltschaft zu Einleitung eines Verfahrens überzeugt.
* Ein weiteres Problem für die Demokratie in Österreich ist die übergeordnete EU.
Die Europäische Union beschließt Richtlinien und Verordnungen, die dann als Gesetze von den Kartellparteien in die jeweiligen Mitgliedsstaaten übernommen werden (EURATOM, CETA, Arbeitszeitgesetze, Pommes-Frites-Verordnung, ...), so auch in Österreich. Bei manchen Ländern mit Demokratie ("Volksherrschaft") gibt es da freilich Probleme. So wurde die EU-Verfassung 2004 in zwei Ländern (Frankreich und Niederlande) abgestimmt und beide gingen negativ aus.
* Direkte Demokratie
- als Korrektiv zur schlecht funktionierenden repräsentativen Demokratie - gibt es in Österreich seit 1994 - dem EU-Beitritt Österreichs - in der Realität nicht mehr. Ein Volksbegehren für Direkte Demokratie mit verpflichtenden Volksabstimmungen haben die Massenmedien Anfang 2019 mehr oder weniger totgeschwiegen. Warum wohl?


4. Medien und Wahlen:

     In einer Demokratie müßte sich jeder einzelne Staatsbürger erst einmal über die wichtigsten Dinge eingehend selbst informieren und zwar bei unabhängigen Quellen (Die Grundlage wäre der mündige Bürger als Voraussetzung einer Demokratie).
Statt dessen besteht die "Information" der - angeblich informierten - Staatsbürger aus einer Mixtur von dafür bezahlten, manipulierenden Quellen. Da eine Überschrift, dort ein Bild, ein Stück weiter eine umgeschriebene Presseaussendung, im Radio irgendwo ein paar Sätze aufgeschnappt und drum-herum Werbung. So funktioniert die angebliche Information des österreichischen Volkes über Politik. (Mit so einer Anleitung bzw. Faktenlage würden Sie nicht einmal ein Mittagessen kochen können, geschweige denn ein Flugzeug starten können). Die Demokratie-Show soll aus der Sicht der Strippenzieher (neoliberale "Kapitalisten") so weitergehen. Sonst wäre ihr ganz großes Geschäftsmodell bedroht.
     Damit die Medien bei diesem manipulativen Spiel mitspielen, erhalten sie Millionen an Presseförderung, ORF-Förderung und Inserate der Parlamentsparteien, sowie der Ministerien.
=> Medienberichte zur Nationalratswahl


5. Wahlwerbende Parteien & Stimmzettel:

Welche Parteien wollen am Stimmzettel der Nationalratswahl 2019 (NRW19) stehen?
     Neben den bisherigen Parlamentsparteien - die mit 3 Abgeordneten die Kandidatur erreichten - schafften den Wahlantritt noch mittels Sammlung an Unterstützungserklärungen (UE) die Grünen, KPÖ und der Wandel in ganz Österreich, die Bierpartei in Wien, GILT in Tirol und Vorarlberg, das BZÖ in Kärnten und die CPÖ im Burgenland.
 
  Logo   Kurzbez    Langbezeichnung 
 ARGUS  ARGUS Kinder- und Menschlichkeitspartei 
 (hat den Wahlantritt in keinem Bundesland geschafft) 
 BIER  BIER - Bierpartei Österreich
    Den Wahlantritt mittels UE nur in Wien geschafft.
    Spitzenkandidat in Wien: Dr. Dominik Wlazny
 BZÖ  BZÖ - Allianz der Patrioten
    Den Wahlantritt mittels UE nur in Kärnten geschafft.
    Spitzenkandidat in Kärnten: Martin Rutter
 CPÖ  Christliche Partei Österreichs 
    Den Wahlantritt mittels UE nur im Burgenland geschafft.
    Spitzenkandidat im Burgenland: Thomas Graf
 DA  Demokratische Alternative
 (hat den Wahlantritt in keinem Bundesland geschafft)
 FPÖ  Freiheitliche Partei Österreichs
    Wahlantritt mittels 3 Abgeordnetenunterschriften in ganz Österreich.
    Spitzenkandidat. Ing. Norbert Hofer
 GILT  Jede Stimme GILT: Bürgerparlamente & Expertenregierung
    Den Wahlantritt mittels UE nur in Vorarlberg und Tirol geschafft.
 GRÜNE  Die Grünen – Die Grüne Alternative
    Den Wahlantritt mittels UE in ganz Österreich geschafft.
    Spitzenkandidat: Mag. Werner Kogler
 JETZT   JETZT - Liste Peter Pilz
    Wahlantritt mittels 3 Abgeordnetenunterschriften in ganz Österreich.
   Spitzenkandidat: Dr. Peter Pilz .
 KPÖ  Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige
    Den Wahlantritt mittels UE in ganz Österreich geschafft.
    Spitzenkandidat: Dr. Ivo Hajnal
NEIN
 NEIN-Idee Österreich
 (hat den Wahlantritt in keinem Bundesland geschafft)
 .
 NEOS  Neos – Das Neue Österreich
    (Die NEOS traten bei der EU-Wahl 2019 als "Das Neue Europa" an.)
    Wahlantritt mittels 3 Abgeordnetenunterschriften in ganz Österreich.
    Spitzenkandidatin: Mag. Beate Meinl-Reisinger 
 ÖVP  Liste Sebastian Kurz - Die neue Volkspartei 
    (Diese wahlwerbende Liste ist nicht zu verwechseln mit der 
     Partei "Österreichische Volkspartei").
    Wahlantritt mittels 3 Abgeordnetenunterschriften in ganz Österreich.
 ÖXIT  Öxit-Plattform für Heimat & Umwelt, Neutralität und Direkte Demokratie
  (hat den Wahlantritt in keinem Bundesland geschafft)
 SLP  Sozialistische Linkspartei
    Den Wahlantritt mittels UE nur in Oberösterreich geschafft.
    Spitzenkandidat: Jan Millonig
 SPÖ  Sozialdemokratische Partei Österreichs
    Wahlantritt mittels 3 Abgeordnetenunterschriften in ganz Österreich.
    Spitzenkandidatin: Dr. Joy Pamela Rendi-Wanger
 VOLG  Österreichische Alternative
 (hat den Wahlantritt in keinem Bundesland geschafft)
 wählÖ  Wahlbündnis Österreich
 (hat den Wahlantritt in keinem Bundesland geschafft)
 Wandel   Der Wandel
    Den Wahlantritt mittels UE in ganz Österreich geschafft.
    Spitzenkandidat: Fayad Mulla-Khalil
.
 

Hier ein Muster-Stimmzettel zur Nationalratswahl 2019 aus dem Regionalwahlkreis Niederösterreich 3D:
(In Niederösterreich kann man die Bierpartei, CPÖ, GILT, BZÖ-Kärnten und SLP nicht wählen.)

Stimmzettel zur Nationalratswahl 2019 in Österreich
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So funktioniert die Briefwahl bei der Nationalratswahl:
=> Briefwahl
Enscheidend ist, dass die Briefwahlkarte bis Sonntag 17.00 Uhr bei einer Wahlbehörde einlangt.

Exkurs: "Pass-Egal-Wahl" (= "Stimme-Egal-Wahl"):
Die Organisation "SOS-Mitmensch" bietet Menschen, die zwar in Österreich leben, aber keine österreichische Staatsbürgerschaft haben (z.B. Asylanten), die Möglichkeit, symbolisch wählen zu gehen. Ihre Stimme zählt aber bei der Nationalratswahl nicht. In Wien ist das jeder Dritte. Ca. 2900 Teilnehmer haben bei der Jux-Aktion für ein Ausländerwahlrecht mitgemacht. SPÖ, Neos, Grüne, KPÖ und Wandel haben die Juxaktion begleitet.
Gewonnen haben die "Pass-Egal-Wahl" (= "Stimme-Egal-Wahl") die Grünen mit 51%, vor der SPÖ mit 27% und der KPÖ mit 6%.
PS: Österreicher ohne Pass können klarerweise dennoch ganz normal an der Nationalratswahl 2019 teilnehmen und zwar mit den offiziellen Stimmzetteln.
 


6. Mandate je Bundesland im Nationalrat des österr. Parlaments:

Wieviele Mandate je Landeswahlkreise in Österreich vergeben werden:
 
Wahlkreis Bundesland Mandate
1 Burgenland        7
2 Kärnten      13
3 Niederösterreich      36
4 Oberösterreich       32
5 Salzburg      11
6 Steiermark      28
7 Tirol      15
8 Vorarlberg        8
9 Wien      33
SUMME ÖSTERREICH     183

Auf Basis der erhaltenen Mandate je Partei fällt man ein unglaublicher Geldregen jährlich auf die Parteien nieder. Österreich hat die höchste Parteienförderung je Einwohner weltweit. Da könnte man sich als Bürger schon eine ordentliche und korruptionsfreie Politik erwarten.

=> Umfragen zur Nationalratswahl 2019       => Ergebnisse der Nationalratswahl 2019



7. Unterstützungserklärungen (UE) für die NRW19:

Die Eintragungsfrist war von 9. Juli - 2. August 2019.

Mehr Infos => Unterstützungserklärungen zur Nationalratswahl


8. Für die Wahlabwicklung zuständige Bundesbehörden:

     Bundesministerium für Inneres (BM.I),
     Abteilung III/6 - Wahlangelegenheiten
         Telefon: 01-531 26- 27000
     Modecenterstraße 22 (Eingang Leopold Böhmstr. 12, Haus 2), 1030 Wien
     Postadresse: Herrengasse 7, 1010 Wien

   Bundeswahlbehörde (c/o Bundesministerium für Inneres):
     Die Bundeswahlbehörde ist ein mit Parteienvertretern besetztes Kollegialorgan, unter dem Vorsitz des
     Innenministers (bzw in der Realität unter dem Vorsitz seiner Stellvertreter).
 .


9. Warum gibt es schon wieder vorzeitige Neuwahlen?

Wie die Geschehnisse seit 17. Mai 2019 zeigen, gibt es massive Probleme in Österreichs Politik:
* fehlende Gewaltentrennung in Gesetzgebung - Staatsverwaltung - Gerichtsbarkeit.
   Die für die Gesetzgebung gewählten Sebastian Kurz (ÖVP) und HC Strache (FPÖ) übernahmen zunächst die
   Bundesregierung. Später übernahm die amtierende Verfassungsgerichtshofspräsidentin das Amt der
   Bundeskanzlerin.
* Korruption: Spenden gegen Regierungsaufträge.
   Das erklärt Abgeordneter HC Strache (FPÖ) unverblümt im heimlichen aufgenommenen Video 2017.
   Die Anklage gegen Strache läuft bereits. Bis zur eventuellen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
   Aber auch die Medien kommen bei Strache dran: „Journalisten sind ja sowieso die größten Huren auf dem
   Planeten."
* fehlende Direkte Demokratie in Österreich:
   Die großen Medien berichten nur mehr über genehme Volksbegehren. (Don´t Smoke, Tierschutz, usw.)
   Hier geht es zu den anderen laufenden => Volksbegehren in Österreich.
* von den Parteien und der Bundesregierung abhängigen österreichischen Medien (weshalb das
   Ibiza-Video vermutlich via deutsche Medien veröffentlicht wurde)
 



10. Spekulationen, Forderungen, Umfaller, Rücktritte, Koalitionsende, Vorverlegung der Nationalratswahlen 2019, usw.

Montag, 3. Juni 2019: Angelobung der neuen österreichischen Bundesregierung:
Heute um 11 Uhr gelobte Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne) die neue Bundesregierung an.
Es sind dies: Bundeskanzlerin Dr. Brigitte Bierlein, Vizekanzler und Justizminister Dr. Clemens Jabloner,
Finanzminister Dipl.-Kfm. Eduard Müller, Äußeres-, Medien-, Kunst- und Kulturminister Dr. Alexander Schallenberg, Innenminister Dr. Wolfgang Peschorn, Sozialministerin Dr. Brigitte Zarfl, Familien- und Frauenministerin Mag. Ines Stilling, Bildung- Wissenschaft- und Forschungsministerin Dr. Iris Eliisa Rauskala, Landwirtschafts-, Nachhaltigkeits- und Tourismusministerin DI Maria Patek, Wirtschaftsstandort- und Digitalisierungsministerin Mag. Elisabeth Udolf-Strobl, Verkehrs-, Innovation- und Technologieminister Mag. Andreas Reichhardt, Verteidigungsminister Generalmajor Thomas Starlinger.

Dienstag, 28. Mai 2019: Bundespräsident entläßt ÖVP-Alleinregierung:
Heute um 11:30 Uhr hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen das gesamte Kabinett Sebastian Kurz I seiner Funktionen enthoben.

Montag, 27. Mai 2019: Mißtrauensantrag gegen die ÖVP-Alleinregierung erfolgreich:
Der von der SPÖ eingereichte Mißtrauensantrag wurde heute von FPÖ und JETZT unterstützt, bekam eine Mehrheit im Parlament und war somit erfolgreich. Das ist der erste Mißtauensantrag in der 2. Republik Österreichs, der erfolgreich war. Um 16:14 Uhr war es so weit. Bundeskanzler Sebastian Kurz musste mit seiner neu-gebildeten ÖVP-Alleinregierung - die keine Mehrheit im Nationalrat hinter sich hatte - gehen. Sebastian Kurz ist mit 1,5 Jahren Amtszeit somit der kürzestdienende Bundeskanzler, sozusagen der "Kurzzeitkanzler". Die Parlamentsparteien ÖVP, SPÖ, FPÖ und NEOS haben 1/4-Stunde später einen Neuwahlantrag eingebracht.

Mittwoch, 22. Mai 2019: Sebastian Kurz schmeißt die FPÖ aus der Regierungskoalition.
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sah am 22. Mai 2019 seine Chance gekommen und tauschte alle FPÖ-Minister durch ÖVP-Minister bzw. Experten aus den Ministerien aus. Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne)  hat den Regierungsputsch von Sebastian Kurz bereits am 22. Mai 2019 am Nachmittag abgenickt und die neue Bundesregierung angelobt.

Samstag, 18. Mai 2019: Sebastian Kurz spricht sich für vorgezogene Neuwahlen aus
und hat Bundespärsident Alexander Van der Bellen bereits informiert.

Freitag, 17. Mai 2019 um 18.00 Uhr: Das heimlich aufgenommene Video aus dem Jahr 2017
über Strache und Gudenus wird vom Spiegel und der Süddeutschen Zeitung erstmals veröffentlicht. #Ibizagate
 

17. Mai 2019: Oliver Pink orakelt in der Presse vom 17. Mai 2019:
"... Die relevante Frage ist: Ist Heinz-Christian Strache als Vizekanzler noch tragbar? Für ihn spricht, dass er in dem Gespräch mit der vermeintlichen russischen Oligarchentochter mehrfach betonte, nichts Illegales tun zu wollen. Das war es dann aber schon. Denn was Strache sonst von sich gibt, macht ein Weiterwirken als Vizekanzler kaum möglich. Er erklärt der falschen Sponsorin, dass sie ihr Geld, das sie der FPÖ zu überweisen gedenke, am Rechnungshof vorbei spielen könne und nicht direkt auf das Konto der Partei einzahlen solle, sondern an einen Verein. So wie es auch andere namhafte Unternehmen machen würden. ... Denn die Methoden Straches sind letztlich auch die Methoden der FPÖ. Und Hofer müsste sich auch fragen lassen, ob er von diesen Praktiken nichts wusste. Er wäre ja als Infrastrukturminister dann theoretisch für die Abwicklung des „Gegengeschäfts“ verantwortlich gewesen. ... Nein, nach derzeitigem Stand, werden sie aus dieser Falle, die ihnen gestellt wurde, die aber ihre Absichten und Angewohnheiten offen zu Tage treten ließen, nicht mehr herauskommen. Seit Freitag, 18 Uhr, ist die Koalition in ihrer bisherigen Form zu Ende. Es kommt ein neuer Vizekanzler. Ein neuer Koalitionspartner. Oder Neuwahlen. ..."
Qu.: Die Presse vom 17.5.2019

8. April 2019: Vielleicht sind vorzeitige Neuwahlen schon im Herbst 2019, wie es das BZÖ-Kärnten in ihrer heutigen Presseaussendung vermutet. Grund dafür sind die aktuellen Auseinandersetzungen der FPÖ mit den Identitären, die die FPÖ immer mehr umfallen lassen.
   "Auf der einen Seite kann man mit einem schwachen und feigen FPÖ-Obmann Strache alles machen. Der hat schon viele urfreiheitliche Positionen verraten, um nur ja sein Pöstchen zu behalten. ... Nach der EU-Wahl kann dann das schwarz-türkise Chamäleon seinen Auftraggebern Folge leisten und der erstaunten Öffentlichkeit mitteilen, daß eine Weiterführung der Koalition mit diesen „extremistischen“ Blauen nicht mehr möglich ist. ..."
Qu. Presseaussendung des BZÖ-Kärnten vom 8. April 2019
 



 


Postings & Nationalratswahl 2017

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Liebe Leute,
es wird derzeit immer wieder behauptet, dass diese Regierung, die aus "nur" Fachleuten besteht und nicht aus Vollblut- Politikern, nichts zustandebringen könne, da nicht von den Parteien aufgestellt. Das ist doch Unsinn! Denn wenn die Parteien zu dieser Personalauswahl zustimmen, gibt es mehr Zustimmung als vorher, denn da waren es nur zwei Parteien, die das bestimmten!
     Und außerdem brauchen wir eben gerade Fachleute und nicht Leute, die ständig nach einer bestimmten Ideologie ausgerichtet sind, danach entscheiden und nach ihrer Klientel schielen bei ihren Entscheidungen, anstatt sich für das Allgemeinwohl, auch der Umwelt einzusetzen. Wir brauchen diese Veränderung und die Einbindung der Bevölkerung, durch Bürgerbeteiligung, Teilhabe am demokratischen Prozess, z.b durch Bürgerräte, durch Soziokratische Entscheidungen, systemische Konsensieren sonst kann man es nicht Demokratie nennen!
Das muss in die Verfassung aufgenommen werden!!
Doris,   3.6.2019
 
 
 
 
 

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